Neues Kunstglasfenster Marienkapelle

Im Rahmen eines Wettbewerbes wurden drei Entwürfe für das neue Kirchenfenster Marienkapelle eingereicht. Alle drei Entwürfe zeichnen sich durch eine hohe Qualität aus.

Damit die Gemeindemitglieder einen Überblick erhalten, wurden die  vorgelegten Vorschläge an drei Wochenenden in der Pfarrkirche unserer Gemeinde ausgestellt.

Das Interesse der Kirchenbesucher an den Vorschlägen war sehr groß. Es wurde lebhaft über die sehr guten, aber auch sehr unterschiedlichen Entwürfe diskutiert und entsprechende Meinungen geäußert.

 

Am Mittwoch, dem  10.12.2014, hat eine Kommission aus Kirchenvorstand und Bauausschuss, dem vorherrschenden Meinungsbild entsprechend, entschieden, dass der von Jürgen Drewer eingereichte Entwurf ausgeführt werden soll.

 

Da der Entwurf von Herrn Drewer eine Trägerscheibe aus Floatglas vorsieht, kann die gesamte Öffnung rahmenlos geschlossen werden. Sie wird beherrscht durch ein großes blaues Feld und schmaleres rotes, getrennt durch einen schmalen klaren Sichtschlitz, der die Verbindungen von außen nach innen bzw. umgekehrt ermöglicht.

Die weitgehend monochrome Rotfläche wird geteilt durch eine Wischung aus Schwarzlot. Damit entsteht die Wirkung eines Stoffes, eines Gewandes oder Ähnlichem.

Die weitgehend blaue Fläche ist aus Echtantikgläsern, die passgenau gestoßen und mit der Trägerscheibe verklebt werden. Eine Behandlung mit Säure bzw. Sandstrahl mindert die Glasstärke und damit die Farbintensität. So entsteht eine aquarellhafte Oberfläche, hier und da durch Konturen aus Schwarzlotmalerei gebrochen.

Die Farbe blau steht in direktem Kontakt zur Widmung der Kapelle an Maria. Die Farbe rot verbindet einerseits das vorgestellte Fenster mit der übrigen Verglasung in der Kirche aus den 60er-Jahren, andererseits erinnert sie an die typische Gewandung von Marienskulpturen.

 

Das Fenster wurde kurz nach Ostern eingeweiht.